Orte des Übergangs

7. bis 11. Mai 2012 - Ausstellung im Architekturschaufenster Karlsruhe


Die Ausstellung ist das Resultat eines Seminars, das im Sommersemester 2011 an der Fakultät für Architektur des KIT Karlsruhe stattgefunden hat. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit Bauteilen, die in der modernen Architektur weitgehend abgeschafft wurden, die aber bis dahin einen bedeutenden Fundus baulicher Gestaltung und plastischer Differenzierung gebildet hatte. Die Architektur des Historismus legte großen Wert auf die Gestaltung von Erkern, Loggien, Balkonen, Arkaden und Türmchen.

Während des Seminars wurden anhand der Wohnbauten in Karlsruhe um 1900 die verschiedenen Typologien systematisch dokumentiert und dahingehend untersucht, wie sie räumlich funktionieren und welchem spezifischen Gebrauch sie eigentlich dienen.

Das in der Ausstellung versammelte Material macht vor allem zweierlei anschaulich. Zum einen die für eine klassizistisch geprägte Stadt wie Karlsruhe verblüffende Vielfalt und der ungeheure, bisweilen skurrile Einfallsreichtum dieser Gestaltungen. Zum anderen den Stellenwert, den diese Bauteile in Bezug auf das Wohnen bis heute einnehmen, indem sie als Orte des Übergangs zwischen der Innenwelt des Hauses und der Außenwelt auf jeweils ganz besondere Weise vermitteln.

Die Ausstellung wurde von weststadtmakler.de gesponsert.



Architekturschaufenster