Bodenrichtwerte

Karlsruhe Weststadt zum Jahresende 2016

Nach § 196 Baugesetzbuch sind Bodenrichtwerte "auf Grund der Kaufpreissammlung flächendeckend als durchschnittliche Lagewerte für den Boden unter Berücksichtigung des unterschiedlichen Entwicklungszustands zu ermitteln. In bebauten Gebieten sind Bodenrichtwerte mit dem Wert zu ermitteln, der sich ergeben würde, wenn der Boden unbebaut wäre. Es sind Richtwertzonen zu bilden, die jeweils Gebiete umfassen, die nach Art und Maß der Nutzung weitgehend übereinstimmen. Die wertbeeinflussenden Merkmale des Bodenrichtwertgrundstücks sind darzustellen. Die Bodenrichtwerte sind jeweils zum Ende jedes zweiten Kalenderjahres zu ermitteln, wenn nicht eine häufigere Ermittlung bestimmt ist."

Bei der sachverständigen Wertermittlung werden zusätzlich noch Faktoren wie Art und Maß der baulichen Nutzung, Grundstückstiefe, Grundstücksform, Bodenbeschaffenheit, Immissionen usw. berücksichtigt. Ohne sachverständige Bewertung können die veröffentlichten Bodenrichtwerte nur für überschlägige Wertermittlungen verwendet werden.

Die für 2016 vom Gutachterausschuss ermittelten Bodenrichtwerte in der Weststadt liegen zwischen 530 und 910 Euro/m² (mit wertbestimmender Geschossflächenzahl WGFZ von 2), teurer sind in Karlsruhe nur die Innenstadt-Geschäftslagen und das Neubaugebiet Citypark (WGFZ 3, d.h. um 50 % höhere Bebauungsdichte).

Im Vergleich zum Jahr 2014 hat der Gutachterausschuss Steigerungen der Bodenrichtwerte in der Weststadt zwischen 15 % und 20 % festgestellt. Zu den einfachen Lagen gehören die Görrestraße, Wichernstraße und Teile der Kriegsstraße. Top-Lagen sind die Gebiete rund um Haydnplatz und Gutenbergplatz, das Wagnerviertel, die Felix-Mottl-Straße, Teile der Sophienstraße und das Gebiet südlich der Kriegsstraße Richtung Eisenlohrstraße.

Die Bodenrichtwerte für Karlsruhe können auf der Website des Gutachterausschusses Karlsruhe kostenlos abgerufen werden.